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Idee ArtikelBuch-Tipp: Bildung. Ein Essay Bildung zwischen Gesellschaft und Schulalltag Bildung ist zur Zeit wieder ein viel diskutierter Begriff. Von Hentig versucht diesen Tatbestand, den gesellschaftlichen bzw. politischen Einfluss, darzustellen. Für ihn spielen andere Wege zum unterrichtlichen Alltag eine große Rolle. Er zeigt jedoch auch neben seiner Kritik an der Bildungspolitik... Idee, von gr. idéa ( eidos), das Bild, der Leitgedanke, das Musterbild, kennzeichnet eine geistige Vorstellung, einen Gedanken, einen Energiepunkt. Ursprünglich wurde sie begriffen als ein Urbild, das einer individuellen Wirklichkeit zugrunde liegt. Heute wird Idee eher so definiert, dass von ihr eine Wirkung ausgeht, die Aufmerksamkeit bündelt,
sowie eine Kraft, sich in alle Richtungen auszudehnen.
In der Philosophie wird die Idee seit Platon als metaphysische Wesenheit eines Dinges aufgefasst. Dabei wird die Idee als ein in seinem Begriff erfasstes Wesen verstanden, als das eigentliche Innere eines Dinges. Zugleich wird Idee als ein Urbild oder Musterbild gedacht, dem es aber in der Wirklichkeit ca. unvollkommen entspricht.
Somit ist in dem Sinne von Platons philosophischer Ideenlehre eine Idee vollkommener als jedes ihrer realen "Gegenstücke". So reicht z.B. kein noch so technisch perfekt gezeichneter Kreis an die Idee des Kreises heran. Danach bildet das Ding die Idee also ca. (unvollkommen) ab, es hat an der Idee teil, aber die Idee ist zugleich in ihm enthalten. Die höchste Idee ist nach Platon die des Guten.
Aristoteles betrachtet die Idee wiederum als kraft- und formbildungsbegabt, aber ohne Wirksamkeit, s. Entelechie.
Die Neuplatoniker verstanden sie als Ausdruckskraft eines obersten Weltprinzips, das mittelalterliche Christentum als "Gedanke Gottes". Ein Streit (Universalienstreit) zwischen Platon-Anhängern, Aristoteles-Anhängern und Anhängern des Nominalismus um Wesen und Herkunft des Begriffes der Idee entbrennt in dem Mittelalter.
Seit Descartes und Locke wird die Idee in subjektivistischer Bedeutung verstanden. Vielfach bedeutet die Idee ca. noch das "Bild, das sich der Geist von einem Ding macht".
Mit dem deutschen Idealismus, insbesondere durch Schelling (für ihn sind Ideen "überirdische Mächte") und Johann Gottlieb Fichte gewinnt die metaphysische Ideenlehre Platons wieder an Bedeutung, sie stellt sich aber offener und dynamischer dar. Jetzt wird Idee als Begriff der Vollkommenheit gedacht, die sich zwar noch nicht in der Erfahrung findet, aber dennoch in der Wirklichkeit möglich ist.
Fichte differenziert, dass Ideen Kraft und Stärke spenden, und ebnet somit dem Begriff der Idee die Ebene der subjektiven Kreativität.
Transzendente Idee ist für Kant ein Begriff, der in der Sehnsucht des Verstandes liegt, das ihm Gegebene zu überschreiten. Als die 3 Ideen der Metaphysik genannt er Gott, Freiheit und Unsterblichkeit.
Hegel betrachtet die Idee als das objektiv Wahre und definiert sie als ewigen Prozess des real sich entfaltenden Denkens, entsprechend versteht er die Wirklichkeit als die entwickelte Idee des Gedachten.
Heute versteht man in dem Allgemeinen unter einer Idee einen Einfall oder einen neuen Gedanken.
Um derart "zündende Ideen" zu produzieren, finden verschiedene Kreativitätstechniken Verwendung, wie z.B. das Brainstorming.Siehe auch: Begriff, Entwurfsmuster, Ideal, Realität
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